Pausenlos im Einsatz?

30. Mai 2013

Kennen Sie diese Situation: Gerade sind die Mails abgearbeitet, schon schicken sie ihre Brüder und Schwestern.

Dann kommen unvorgesehene Dinge dazu wie ein krankes Kind, Reparaturen, Festplatte defekt, Stress mit Partner oder Partnerin, Kollege im Urlaub … Gut, dann wird mal eine Wochenendschicht eingelegt. Ist ja eh schlechtes Wetter. Und ein gutes Gefühl macht sich breit, wenn nach dem Wochenende Posteingang und Schreibtisch sauber glänzen.

Doch irgendwann sagt man private Termine vermehrt ab und arbeitet vielleicht auch an Wochenenden mit Sonnenschein.

Mir kommt dazu eine schöne Methaper eines Kollegen zum Thema Stressmanagement in den Sinn: Im Workshop zeigt er den Teilnehmern ein mit Wasser gefülltes Glas.

Die meisten denken sich: „Da kommt jetzt sicher wieder die Frage nach dem halbvollen oder halbleeren Glas…“ Doch, der Trainer stellt lächelnd seine Frage: „Wie schwer ist dieses Glas mit Wasser?“ Die Antworten variieren zwischen 150 g und knapp 1 Pfund. „Nun“, sagt er, „das tatsächliche Gewicht spielt keine große Rolle. Es hängt eher davon ab, wie lange ich das Glas in der Hand halte. Hebe ich es für eine Minute – kein Problem. Wenn ich es eine ganze Stunde halte, dann werde ich wahrscheinlich schon währenddessen einen schmerzenden oder tauben Arm haben. Und obwohl sich das Gewicht des Glases nicht ändert, wirkt es umso schwerer, je länger ich es halte.

Die Belastungen und Sorgen des Lebens sind wie dieses Glas Wasser. Denken Sie nur kurz daran und verwerfen den schlechten Gedanken gleich wieder, wird nichts passieren. Denken Sie länger darüber nach, wird es anfangen weh zu tun. Und wenn Sie den ganzen Tag nichts anderes im Kopf haben als Ihre Sorgen, werden Sie unfähig sein, gut zu leben und zu arbeiten. Vergessen Sie nicht, spätestens am Ende des Arbeitstages, Ihre Belastungen und Strapazen zu entsorgen. Lassen Sie die Lasten so gut wie möglich von sich fallen und suchen Sie Entspannung. Tragen Sie es nicht noch am Abend und in der Nacht. Denken Sie daran das Glas abzusetzen.“

Ein gut gelebter Tag hat einen guten Anfang und ein gutes Ende.
Und zwischendrin Pausen.
Jeder Fabrikarbeiter hat regelmäßig Pausen. Warum nicht Sie?

Die nächste Mail kommt bestimmt. Wann der nächste schöne Sommer kommt, wissen noch nicht einmal die Meterologen mit Sicherheit. Also – Carpe diem – pflücke den Tag!

Ein guter Tag ist Übungssache.

Viel Vergnügen beim Üben wünscht Ihnen und Euch

Monika Scheddin

Was Menschen am Ende ihres Lebens bereuen

22. April 2013

Die fünf am häufigsten unerfüllt gebliebenen Wünsche ihrer Ex-Patienten bringt die ehemalige Pflegerin Bronnie Ware auf den Punkt:

  1. ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, statt so zu leben, wie andere es von mir erwarteten.
  2. ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.
  3. ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
  4. Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gehalten.
  5. ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt.

 

Nur etwa 30 Prozent der Menschen würden nichts bereuen.
Um zu dieser Minderheit zu gehören, empfiehlt Bronnie Ware einfach die 5 Punkte zu beherzigen.

Das Buch dazu:
Bronnie Ware, "5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen".
Akana-Verlag 2013,€ 19,99

Keine Reaktion auf Ihre Mail?

15. April 2013

Wenn man Kontakte knüpfen oder pflegen will, muss man ein Gefühl dafür entwickeln, welches der bevorzugte Empfangskanal des Gesprächspartners ist: Der eine schreibt und empfängt gerne Mails, der andere reagiert überhaupt nicht auf diese, sondern bevorzugt SMS. Die eine kommuniziert ausschließlich über Facebook-Mails, Andere trauen Facebook nicht über den Weg.

Wenn Gesprächspartner auf wichtige Mails nicht reagieren, nicht persönlich nehmen, wechseln Sie einfach das Medium.

Neulich brauche ich dringend die Antwort eines Redners. Zwei Mails innerhalb von zehn Tagen – Fehlanzeige. An einem Samstagabend erreichte ich ihn dann telefonisch unter seiner Privatnummer. Sehr freundlich und kommunikativ.
Das war für ihn der richtige Kanal, auch wenn sich jede Etikette-Beraterin jetzt die Haare raufen würde.

Tja, und einen echten Brief – womöglich noch handgeschrieben und mit schöner Briefmarke – gibt es ja auch noch als Option.
Das wiederum würde den Knigge erfreuen.
 

Zufriedenheit ist wenig schöpferisch

08. April 2013

Wer zufrieden ist, wird verständlicherweise versuchen, diesen Zustand so lange wie möglich zu halten. Und ja nichts verändern wollen.
Doch gerade Unzufriedenheit ist ein starker Motor.

Dazu ein schöner Gedanke von Wilhelm Schmid, Philosoph aus Berlin:
"Die Flucht ins Glück ist verständlich. Die Leute wollen Ruhe haben. Sie wollen sich eine Insel im Meer stürmischer Veränderungen schaffen. Glück ist die Verlegenheit, die entsteht, wenn es keine größeren Ziele im Leben und in der Gesellschaft mehr gibt.  Glück an sich ist kein erstrebenswertes Ziel. Es ist schön, wenn es uns gelegentlich berührt wie ein Hauch. Aber wenn es zu lange anhält, macht es träge. Die wahren Weltveränderer sind die Unglücklichen."
 

Was dich aufregt, hat mir dir selbst zu tun!

25. März 2013

Heute ist richtig was los in der Bank beim Kontoauszugsdrucker. Ich stelle mich gerade an, da erscheint ein alter Mann, der vor mir dran sein möchte. „Ich war schon vor Ihnen da. Ich habe nur noch schnell Geld gezogen, weil der da so langsam ist!“ Er zeigt empört auf einen mittelalten Mann. „Manche Leute halten den ganzen Verkehr auf, weil sie stundenlang Überweisungen und sonstwas machen!“ wetterte er laut.

Ich lasse ihn vor.

Der mittelalte Mann ist mittlerweile fertig und reagiert auf die Verbal-Attacke mit einem freundlich gequälten, entschuldigenden  Lächeln.

„Jetzt lacht der auch noch frech!“ wetterte der alte Mann weiter.

Nimmt endlich den Serviceplatz in Beschlag, nestelt ewig in seiner Hosentasche, bis er seine Geldbörse zu fassen kriegt. Dann dauert es noch einmal gefühlte 2 Minuten bis die EC-Karte gezückt und eingeführt ist. Einen Kontoauszug kriegt er nicht. Wieder braucht er unglaublich lang, bis seine Karte wieder im richtigen Fach, dann in der Gesäßtasche landet und dann endlich macht er mir den Weg frei.  „Langsam“ wäre ein Kompliment für sein Tempo.

Wie sagte der Kommunikationsexperte Schulz von Thun: Was uns aufregt, hat immer mit uns selbst zu tun. Entweder wir sind ebenfalls langsam, empfinden uns aber als bedächtig oder konzentriert.  Oder wir sind genau das Gegenteil, also z.B. hektisch. Wir empfinden uns dann aber als dynamisch. In jedem Fall gibt es Verbesserungspotenzial.  Zumindest für die Menschen, die bereit sind, an sich zu arbeiten. Da habe ich bei dem alten Mann so meine Bedenken.

Was ist Zeitverschwendung?

18. März 2013

Man kann Zeit weder verschwenden, noch sparen.

Denn: „Man hat die Zeit nicht, man ist die Zeit.
Beim Zeitsparen spart man keine Zeit, man spart am Leben, an Erfahrungen und Erlebnissen.“ – so der Zeitforscher Karlheinz Geißler. 

Jawohl, ganz Ihrer Meinung.

Nur wer Zeit freudvoll vergeuden kann, kann sie auch nutzen.

Eine schöne Woche wünscht Ihnen und Euch

Monika Scheddin
 

Loben ist Netzwerken

04. März 2013

Ehrlich gemeintes Lob auch wirklich auszudrücken ist eine schöne Form des Netzwerkens.

Auch wenn wir im Alltag auf Anerkennungswertes stoßen, die Zeit, diese auch auszudrücken, nehmen sich die wenigsten.

Man könnte ja mal einen Leserbrief schreiben, bei einem wirklich schönen Zeitungsartikel.
Man könnte sich ja beim Nachhilfelehrer des Kindes bedanken, wenn die Noten sich bessern.
Man könnte …
Tja, und bei der Absicht bleibt es oft.

Hier eine Ausnahme:
„Wenn mir ein Film von Kollegen gefällt, schreibe ich sofort eine E-Mail. Und lobe, lobe, lobe!“
erklärte Doris Dörrie, nicht von ungefähr eine der wichtigsten Filmemacherinnen Deutschlands (Interview Freundin Donna 2012)
 

Was macht Persönlichkeit aus?

25. Februar 2013

Das Fünf-Faktoren-Modell ist ein wichtiges und wissenschaftlich anerkanntes Konzept zur Beschreibung von Persönlichkeit. Grundlage sind fünf zentrale, weitgehend stabile Dimensionen der Persönlichkeit („Big Five“ genannt), die sich wiederum in unterschiedlich Facetten unterteilen lassen:

1) Emotionale Stabilität:
Ängstlichkeit, Reizbarkeit, Depression, Befangenheit, Impulsivität, Verletztlichkeit
2) Extraversion:
Herzlichkeit, Geselligkeit, Durchsetzungsfähigkeit, Aktivität, Erlebnishunger, Frohsinn
3) Offenheit für Erfahrungen:
Fantasie, Ästhetik, Gefühle, Handlungen, Ideen, Werte und Normen
4) Verträglichkeit:
Vertrauen, Freimütigkeit, Altruismus, Entgegenkommen, Bescheidenheit, Gutherzigkeit
5) Gewissenhaftigkeit:
Kompetenz, Ordnungsliebe, Pflichtbewusstsein, Leistungsstreben, Selbstdisziplin, Besonnenheit

Es gibt zu dem Modell eine Reihe wissenschaftlich anerkannter psychometrischer Tests, z.B. das Bochumer Inventur zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP).

Bei allen 5 Punkten gilt: Bewusstheit ist ein gutes Werkzeug.
Denn das, was mir bewusst ist, kann ich ändern. Wenn ich möchte.

Das richtige Maß dabei zu finden, ist eine echte Herausforderung.
Wer zu ängstlich ist, verbaut sich viele Chancen. Wer dagegen vor nichts Angst hat, riskiert oft zu viel.
Wer allein mit Fakten versucht, Menschen zu erreichen, wird auf Dauer versagen. Schonungslose Offenheit allerdings kann das Gegenüber genauso überfordern.
Bescheidenheit macht sympathisch, aber nicht immer erfolgreich.
Nur, wer auch etwas von sich preisgibt, wird Vertrauen bekommen.
Disziplin und Kompetenz sind nützliche Tugenden, wenn man gleichzeitig sagen kann: "Lieber unvollkommen begonnen, als perfekt gezögert"!

Probleme liegen oft in der Übertreibung.

Man muss nicht alles können, aber man sollte sich kennen.

 

Nur wer Ziele hat, kann sie auch erreichen

07. Januar 2013

Meine Kunden sind ausschließlich Menschen, die Ziele haben und sie auch erreichen wollen. Als Coach begleite ich sie dabei. Sie möchten den nächsten Schritt in der Karriereleiter gehen, sich erfolgreich positionieren, ihre Führungsqualitäten verbessern, ihr Netzwerk strategisch ausbauen, mehr Geld verdienen, sich selbständig machen oder einen ganz anderen, neuen Weg gehen.

Das Prinzip des Coachings ist sehr einfach:

  1. Bestandsaufnahme: Wo stehe ich aktuell? Welche Erfahrungen, Erfolge und vielleicht auch Misserfolge habe ich zu verzeichnen?
  2. herausfinden, was ich wirklich, wirklich will. Was fällt mir leicht? Was gibt mir Energie?
  3. Ressourcen: auf was kann ich bauen (Kompetenzen, Kontakte, Erfahrungen….) und was fehlt mir noch? Was hält mich (noch) ab? Wer oder was kann mir in der Erreichung meiner Ziele behilflich sein?

 Was theoretisch so simpel daher kommt, ist in der Praxis eben nicht so klar. Stärken nehmen wir nicht so wichtig, erfolgreiche (oder unpassende) Strategien sind uns nicht bewusst. Ist das Ziel wirklich meins oder eher ein Vernunftsziel?  Die Frage ist weniger „Was kann ich?“ als vielmehr „Was will ich?“. Und: was trauen mir Andere zu?

 Coach und Kunde gehen ein Stück des Weges miteinander, manchmal bis zum Ziel. Manchmal reicht die Richtung. Und während des Weges kann es passieren, dass sich das Ziel ändert. Oder man erkennt, dass das Ziel haargenau das richtige ist, aber nicht die Umgebung oder die Zielgruppe.

 Wenn das Ziel klar ist, gilt folgende Reihenfolge:

1) Entscheiden

2) Tun – den richtigen Weg finden

3) Kurskorrekturen vornehmen

4) Erfolge feiern.

 

Ein schöner Satz eines Kunden von mir: „Ich kenne keinen, der seine Ziele nicht erreicht hätte, aber viele, die keine Ziele haben.“ Dem kann ich nur zustimmen. Oft werden Ziele anders und später erreicht, aber Menschen kommen an.

Packen Sie es an. Das Leben ist ein Wunschkonzert.

Lassen Sie sich unterstützen.

Unter www.Coach-Empfehlungen.de finden Sie Coaches aus ganz Deutschland, die ich persönlich kenne und von Herzen weiterempfehlen kann.

Ein glückliches, erfolgreiches und entschieden andere Jahr 2013 wünscht Ihnen

Monika Scheddin


Foto: C Folia

Gut gedeutscht! Zielgruppenorientierte Ansprache

10. September 2012

 Meine Kollegin Kirstin Wolf ist Coach für junge Menschen: leidenschaftlich engagiert verhilft sie ihnen beruflich auf die Sprünge. Neulich in der Coaching-Gruppe motivierte sie einen türkischstämmigen Schüler doch in die Fachoberschule zu wechseln. Und weil man Jugendliche im Coaching – anders als Erwachsene – etwas mehr schubsen muss, sage sie ihm: „Machst du FOS!“

Ihr war dabei gar nicht klar, dass sie sich mit diesem Satz voll auf das Sprachniveau anpasste.

Das wurde Coach Kirstin erst bewusst, als der Kumpel des künftigen Fachoberschülers ihr seine Anerkennung ausdrückte: „Hast du gut gedeutscht!“

 Herrlich! :-)

Einen schönen Start in die Woche wünscht Ihnen / Dir

 

Monika Scheddin