Letzte Woche stand Basel auf der Agenda.
Bis dato bin ich immer ungern in die Schweiz gereist, einfach weil es dort so unfassbar teuer ist. Doch inzwischen haben die ständigen Preiserhöhungen in Deutschland dazu geführt, dass wir uns preislich so angenähert haben, dass ich die Schweiz gar nicht mehr als sooo teuer empfinde.
Gleich bei der Ankunft ein positiver Schock: Die Bahnanzeige am Baseler Bahnhof. Ihr seht, dass ihr nichts seht. Kein Zugausfall, keine Verspätung. Null. Nix davon. Und: Bahnhöfe können auch schön aussehen. Also, man braucht Ziele 😄

In Basel findet gerade eine sensationelle Ausstellung der Künstlerin Yayoi Kusama statt. Die inzwischen 96-jährige Japanerin malt seit über 70 Jahren.

Sie probierte sich aus, lebte viele Jahre in New York und ging 1973 zurück nach Japan. Kusama hat gesundheitliche Probleme und ließ sich 1977 freiwillig in eine psychiatrische Klinik einweisen. Ganz in der Nähe ihr Atelier, in dem sie weiter malt.
Man kann so viel von ihr lernen:
- Probiere dich aus.
- Bleibe dran. Erfolg hat immer mit Kontinuität zu tun.
- Face the Beast. Es ist wie es ist. Niemand sucht sich psychische Krankheiten freiwillig aus. Scham, Verstecken macht es nicht besser. Viel schlauer ist es, Flucht nach vorn zu wagen
- Hole dir Hilfe. Yayoi Kusama kann dank der Struktur, die sie umgibt, mit ihrer Krankheit gut leben und weiterhin künstlerisch aktiv sein.
- Bleibe authentisch, indem du dich immer wieder neu erfindest. Als blutjunge Künstlerin hat Yayoi ihren Körper als Teil ihrer Kunst präsentiert, heute ist sie dank der feuerroten Perücke auch mit 96 noch ein Kracher.
Was mich so sehr an ihr beeindruckt: Kusama hat mit ihrer Kunst keine Marke aufgebaut - sie hat ein Universum erschaffen. Die Frage ist nicht: was will ich verkaufen? Sondern in welche Welt laden wir die Menschen ein. Teilhabe ist das Ding.
Mit ganz viel Inspiration im Gepäck
wünsche ich euch
eine schöne Schnee Winter Woche.
Von Herzen Deine und Ihre
Monika Scheddin
